Das Thema Trinkwasserfilter ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder kontrovers besprochen worden. Die meisten von uns haben daher viele Fragen. Hier einige der häufigsten...

„Wie gut ist mein Trinkwasser?“

Die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV) stellt sicher, dass das Wasser am Hausübergabepunkt den gesetzlichen Qualitäts- und Hygieneanforderungen entspricht.
Zwei Aspekte sind an der Entnahmestelle zu beachten::

  1. Die Hausinstallation: Ältere Rohrleitungen (z. B. Restbestände aus Blei oder korrodierte Leitungen), Totstränge oder Stagnationswasser im Gebäude können die Wasserqualität am Wasserhahn beeinflussen.
  2. Geschmack und Härte: Je nach geologischer Herkunft enthält Leitungswasser viel gelösten Kalk oder vereinzelt geruchs- und geschmacksbeeinträchtigende Stoffe, die das Heißgetränke-Aroma trüben.

„Eignet sich Leitungswasser für die Zubereitung von Babynahrung?"

Grundsätzlich ist geprüftes Leitungswasser für Babynahrung geeignet, sofern keine bleihaltigen Rohre vorhanden sind und das Wasser vor der Entnahme abgelaufen ist (kein Stagnationswasser nutzen).

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung gelten strengere Richtwerte (u. a. für Nitrat, Natrium und Kupfer):

  1. Aktivkohle-Blockfilter (z. B. CARBONIT): Binden gelöste Schwermetalle wie Blei und Kupfer sowie organische Spurenstoffe verlässlich.
  2. Umkehrosmose-Anlagen: Bieten eine umfassende Entnahme von gelöstem Nitrat, Natrium, Kalk und Schwermetallen und eignen sich zur Zubereitung natriumarmer Babynahrung.

„Welche Aufgabe hat Trinkwasser im Körper?"

Wasser erfüllt im Organismus zentrale Funktionen als Lösungs-, Transport- und Kühlmittel. Es unterstützt die Nierenfunktion, reguliert die Körpertemperatur und transportiert gelöste Nährstoffe zu den Zellen.

Ob mineralreiches oder mineralarmes Wasser bevorzugt wird, ist vor allem eine Geschmacksfrage:

  • Ein Großteil der täglichen Mineralstoffe (wie Calcium und Magnesium) wird über eine ausgewogene Ernährung aufgenommen.
  • Mineralarmes Wasser wird geschmacklich als besonders weich und neutral empfunden und bringt Heißgetränke-Aromen unverfälscht zur Geltung.

"Ist destilliertes Wasser trinkbar?"

Ja, destilliertes oder extrem mineralarmes Wasser (wie aus Umkehrosmoseanlagen) ist in haushaltsüblichen Mengen gesundheitlich unbedenklich trinkbar. Der weitverbreitete Mythos, dass die Zellen im Körper durch das Trinken von destilliertem Wasser sofort platzen würden, ist naturwissenschaftlich falsch.

Was passiert physiologisch beim Trinken?

  • Kein direkter Zellkontakt mit Reinstwasser: Getrunkenes Wasser gelangt in den Magen und Darm, wo es sich unmittelbar mit dem vorhandenen Speisebrei, Magensäften und Körpersalzen vermischt. Es wird dadurch sofort remineralisiert, bevor es über die Darmschleimhaut ins Blut gelangt.
  • Osmotischer Ausgleich: Ein Platzen roter Blutkörperchen (Hämolyse) tritt nur auf, wenn destilliertes Wasser direkt intravenös in die Blutbahn injiziert würde – nicht jedoch bei oraler Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt.
  • Mineralstoffversorgung: Der menschliche Körper deckt seinen täglichen Bedarf an Mineralstoffen (wie Calcium, Magnesium oder Kalium) primär über eine ausgewogene, feste Nahrung ab, nicht zwingend über das Trinkwasser.

"Können Wasserfilter Kalk entfernen?"

Das hängt vom eingesetzten Filterverfahren ab:

  • Aktivkohle-Blockfilter: Behalten die gelöste Wasserhärte (Calcium- und Magnesium-Ionen) sowie gelöste Salze bei. Sie filtern jedoch ungelöste Kalkpartikel und Schwebstoffe mechanisch heraus und binden Schwermetalle sowie organische Spurenstoffe.

  • Umkehrosmose-Systeme: Trennen dank ihrer feinen Membran gelöste Härtebildner (Kalk) zu ca. 85 bis 97 % ab. Das Ergebnis ist spürbar weiches Wasser mit minimaler Neigung zu Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten.



5 praxisnahe Vorteile einer Trinkwasserfiltration im Haushalt

Wir sind für unsere Ernährung und die unserer Kinder verantwortlich.

Natürlich gibt es geltende Verordnungen über die erlaubten Schadstoffmengen im Trinkwasser. Aber wie werden Grenzwerte festgelegt? Für Kleinstkinder ist z.B. max. 0,1 mg/l Kupfer empfohlen, erlaubt sind aber 2 mg/l.


Gezielter Rückhalt an der Entnahmestelle.

Bietet eine zusätzliche Barriere gegen gelöste Schwermetalle aus Hausleitungen, Schwebstoffe, Mikroplastik und organische Spurenstoffe direkt an der Spüle


Unverfälschter Geschmack.

Gefiltertes Wasser hebt das natürliche Aroma von Tee und Kaffee hervor und verhindert die Bildung von störenden Teefilmen oder Trübungen.


Schonung von Küchengeräten.

Die Entkalkung mittels Umkehrosmose schützt Kaffeemaschinen, Wasserkocher und Dampfgarer vor hartnäckigen Verkrustungen.


Weniger Verpackung und Transport.

Die Nutzung des Leitungswassers vermeidet den Zukauf von Einweg- oder Mehrweg-Flaschen und reduziert Transportwege im Alltag


Komfort und Kostenersparnis.

Kein Schleppen von Wasserkästen: Frisch gefiltertes Wasser steht rund um die Uhr direkt aus dem Hahn zur Verfügung – bei deutlich geringeren Literkosten gegenüber abgefülltem Mineralwasser.