Keine Produkte im Warenkorb
Weiter einkaufen
Es könnte so einfach sein: Ich möchte mein Trinkwasser verbessern – her mit dem Filter! ... Ist es aber nicht: Die verschiedenen Verfahren sind sehr unterschiedlich und haben alle ihre Vor- und Nachteile...
Die Trinkwasserfiltration im Haushalt hat sich in den vergangenen Jahren technisch stark weiterentwickelt. Standen früher einfache Schüttfilter im Mittelpunkt, ermöglichen moderne Systeme – von gesinterten Aktivkohleblöcken bis zur Umkehrosmose – eine präzise Anpassung an persönliche Qualitäts- und Geschmacksansprüche.
Doch welches Verfahren eignet sich für welchen Zweck? Ein Überblick über die gängigen Technologien:
Kannenfilter arbeiten mit Filterkartuschen, die meist aus einer Mischung aus losem Aktivkohlegranulat und Kationenaustauscherharzen bestehen:
Bei diesem Verfahren wird Aktivkohlepulver unter hohem Druck und Temperatur zu einem dichten Monoblock gebacken.
Mechanische Filtration (ca. 0,45 µm): Durch die feine Porenstruktur werden Schwebstoffe, Rost, Mikroplastik sowie Bakterien rein physikalisch zurückgehalten.
Adsorptionskraft: Hochwertige Aktivkohle (z. B. aus Kokosnussschalen) bindet organische Verbindungen wie Arzneimittelrückstände, Pestizide sowie gelöste Schwermetalle (z. B. Blei und Kupfer).
Sicherheit: Da der Block bei Erschöpfung durch Partikel langsam zusetzt und der Durchfluss sinkt, ist ein Durchspülen („Ausbluten“) von Feststoffpartikeln konstruktiv ausgeschlossen.
Wasserhärte: Gelöste Mineralien (Kalk) bleiben erhalten. Wer weicheres Heißgetränkewasser wünscht, kann den Blockfilter mit separaten Enthärtungselementen kombinieren
Die Umkehrosmose ist das physikalisch feinste Filtrationsverfahren im Haushaltsbereich:
Funktionsweise: Das Wasser wird mit dem vorhandenen Leitungsdruck gegen eine halbdurchlässige Polymermembran gepresst. Nahezu ausschließlich Wassermoleküle passieren die mikroskopisch feinen Poren.
Filtrationsspektrum: Trennt gelöste Salze, Mineralien (Kalk, Nitrat, Sulfat) sowie Schwermetalle und organische Moleküle zu ca. 85 bis 97 % ab. Die abgewiesenen Stoffe werden kontinuierlich über einen Abwasserstrom ausgespült.
Drucktankanlagen: Sammeln das langsam filtrierte Wasser in einem Vorratstank zur schnellen Entnahme.
Direct-Flow-Anlagen: Produzieren Reinstwasser dank leistungsstarker Pumpen in Echtzeit ohne Zwischentank.
Klassische Enthärtungsanlagen nutzen spezielle Kunstharze, die gezielt zur Reduzierung der Wasserhärte eingesetzt werden.
Prinzip: Tauscht Calcium- und Magnesium-Ionen gegen Natrium-Ionen aus.
Einsatz: Schützt Rohrleitungen und Großgeräte im gesamten Haus vor Verkalkung. Gelöste organische Spurenstoffe oder Schwermetalle werden hierbei jedoch nicht entnommen
Moderne Hohlfasermembranen (z. B. mit 0,15 µm bis 0,2 µm Porenweite) ermöglichen in Kombination mit Aktivkohlevorfiltern (wie CARBONIT IFP Puro) einen hervorragenden Rückhalt von Bakterien, Mikroplastik und Partikeln bei gleichzeitig hohem Wasserdurchfluss.
Für unveränderten Mineralgehalt, Erhalt der Wasserhärte und gezielten Schadstoffrückhalt sind gesinterte Aktivkohleblöcke die ideale Wahl.
Für vollständig entkalktes, mineralarmes und umfassend gereinigtes Wasser bietet die Umkehrosmose das leistungsfähigste Verfahren.