Wenn das Leitungswasser "komisch riecht"...

Wie Trinkwasserfilter für zusätzliche Barrieren sorgen

Lokale Störungen im Leitungsnetz als Praxisbeispiel

Ob durch Rohrbrüche, Wartungsarbeiten oder technische Defekte an Be- und Entlüftungsanlagen: Auch in Regionen mit hoher Wasserqualität kommt es vereinzelt zu vorübergehenden Geruchs- oder Trübungsauffälligkeiten im Leitungswasser, auf die Versorger mitunter mit präventiven Abkochgeboten oder Spülungen reagieren.(Wichtiger Hinweis: Wird von den zuständigen Gesundheitsbehörden ein amtliches Abkochgebot ausgesprochen, ist dieses ausnahmslos zu befolgen – Trinkwasserfilter ersetzen in solchen Akutfällen nicht die behördlich angeordneten Maßnahmen).Dennoch rückt durch solche Ereignisse eine Frage in den Vordergrund: Wie verlässlich ist das Wasser an der eigenen Entnahmestelle und wie können Filtersysteme im Haushalt als zusätzliche Sicherheitsstufe dienen?

Wo entstehen mikrobiologische Risiken?

Während Wasserversorger das Trinkwasser nach den strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) bis zum Hausanschluss überwachen, liegt die Verantwortung ab dem Hausanschluss bei den Eigentümern. Risikofaktoren in der Hausinstallation sind häufig:

  • Ältere Rohrleitungen und Totstränge mit geringer Durchströmung
  • Biofilmbildung in selten genutzten Leitungsabschnitten
  • Temporäre Einschwemmungen nach Bauarbeiten oder Druckschwankungen

Da das Wasser in der Küche vor allem zur direkten Zubereitung von Getränken, Babynahrung und Speisen genutzt wird, setzen viele Haushalte auf Filtrationssysteme an der Küchenspüle.

Welche Filterverfahren bieten Rückhalt gegen Mikroorganismen?

1. Gesinterte Aktivkohle-Blockfilter (z. B. CARBONIT)

Anders als einfache Schüttfilter (Kannenfilter) bestehen hochwertige Aktivkohleblöcke aus einem unter Druck und Hitze homogen gebackenen Kohlekörper mit extrem feiner Porenstruktur (meist 0,45 µm oder feiner).

  • Mechanische Barriere: Hält Partikel, Mikroplastik sowie einen Großteil der Bakterien und Keime rein physikalisch durch die feine Porenmatrix zurück.
  • Adsorptionsleistung: Bindet gleichzeitig chemische Verbindungen wie Pestizide, Arzneimittelrückstände, Chlor und geruchsbildende Stoffe.

2. Umkehrosmose-Systeme (Membranfiltration)

Die Umkehrosmose trennt Stoffe auf molekularer Ebene über eine halbdurchlässige Membran.

  • Höchste Trennschärfe: Bietet die gründlichste Filtration gegen gelöste und ungelöste Stoffe, einschließlich Ionen (Kalk, Nitrat), Schwermetalle und Mikroorganismen.
  • Geschmack: Durch die weitgehende Entnahme gelöster Mineralien entsteht ein sehr weiches Wasser. Auf Wunsch kann der Geschmack über nachgeschaltete Remineralisierungs-Kartuschen individuell angepasst werden.

Fazit

Das Trinkwasser in Deutschland wird streng kontrolliert. Wer sich jedoch vor Unwägbarkeiten in der Hausinstallation sowie vor unerwünschten Geruchs- und Geschmacksstoffen schützen möchte, schafft mit einem Aktivkohleblock- oder Umkehrosmose-System eine zuverlässige zusätzliche Barriere direkt am Küchenhahn.