VIONA steht für Vortex ION Activation – also sinngemäß "Mineral-Aktivierung durch Verwirbelung". Der Begriff wurde vom Wasser-Pionier Hartmut Wolf geprägt, der die Hochgeschwindigkeitswirbler in den 90er Jahren entwickelt hat. Er erklärt ein seit langem bekanntes Phänomen in feinst versprühwirbeltem Wasser (z.B. Aquana oder Viva) mit physikalisch-chemischen Vorgängen.
Was der VIONA-Effekt technisch beschreibt
Im normalen Wasser liegen gelöste Mineralien (wie Calcium und Magnesium) überwiegend als Hydrogencarbonate vor – sie sind also chemisch an Kohlensäure bzw. Bicarbonat-Verbindungen gebunden.
Der VIONA-Effekt nutzt ein zweistufiges Verfahren:
- Wirbeltrennphase (Scherkräfte im Wirbler): Durch extreme Rotationsgeschwindigkeiten in der Wirbelkammer werden die Hydrogencarbonat-Verbindungen mechanisch aufgespalten. Die Mineral-Ionen (Ca2+ bzw. Mg2+) werden aus der Bindung freigesetzt, und es entsteht freie Kohlensäure (CO2).
- Sprühphase (Ausgasung): Über eine feine Sprühdüse wird das Wasser zerstäubt. Die freie Kohlensäure gast unmittelbar an die Raumluft aus.
Das physikalisch-chemische Resultat:
- pH-Verschiebung: Durch das Entweichen der sauren Kohlensäure steigt der pH-Wert des Wassers messbar an (meist um einige Zehntel ins Basische).
- Aktivierte“ Ionen: Die freigesetzten Mineral-Ionen erhalten eine geordnete Hydrathülle aus Wassermolekülen, bleiben in Lösung (ohne sofort wieder als Kalk auszufallen) und sind geschmacklich deutlich weicher und bioverfügbarer wahrnehmbar.
Was bedeutet das für aufmineralisiertes Osmosewasser?
Reines Osmosewasser enthält praktisch keine Mineralien und kaum Hydrogencarbonate – ein Wirbler allein kann dort also mangels Ionen keinen VIONA-Effekt auslösen.
Wird das Wasser jedoch zuvor aufmineralisiert (z. B. mit Sango-Calcium-Remineralisierungskartuschen) und danach durch einen entsprechenden Feinsprühwirbler geleitet:
- Aktivierung der zugesetzten Mineralien: Die frisch gelösten Mineralverbindungen werden durch die Scherkräfte aufgespalten und als freie Ionen in strukturbildenden Hydrathüllen stabilisiert.
- Entsäuerung: Osmosewasser neigt durch gelöstes atmosphärisches CO2 zu einem leicht sauren pH-Wert (oft 6,0 bis 6,5). Durch das Aussprühen gast dieses CO2 aus, was den pH-Wert wieder Richtung neutral hebt.
- Geschmack: Die typische „Kratzigkeit“ oder Härte zugesetzter Mineralien verschwindet; das Wasser schmeckt samtig, weich und wie frisches Quellwasser.